Elektroauto kaufen – Kaufprämie, Preise, Versicherung und Steuern

Ein Elektroauto zu kaufen wird immer günstiger. Durch technische Weiterentwicklungen, Innovationen und Förderprogramme sind Elektroautos schon jetzt für viele Verbraucher bezahlbar geworden. Immer bessere und preiswertere Modelle drängen auf den Markt. Einen entscheidenden Preisvorteil erhalten Verbraucher zudem durch die staatliche Kaufprämie, die es seit 2016 für den Kauf eines Elektroautos gibt. Zusätzlich profitieren Elektroautobesitzer von einer Steuerbefreiung für neu zugelassene Elektroautos. All dies senkt die Anschaffungskosten für ein Elektroauto sowie dessen Betriebskosten.

Die Themen auf dieser Seite:


Wer ein Elektroauto kaufen will, sollte sich vorab ausreichend informieren, um die richtige Wahl des Fahrzeugmodells zu treffen und sämtliche Kostenvorteile für Elektroautos nutzen zu können. Dazu zählen vor allem staatliche Förderungen für Elektroautos.

Elektroauto – Kaufprämie

In Deutschland wird die Elektromobilität als wichtiger Faktor für den Umweltschutz gefördert. Mit verschiedenen Maßnahmen will die Bundesregierung Verbraucher dazu anregen ein Elektroauto zu kaufen. Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und Fördergeldern für Forschung und Entwicklung sind die Elektroauto Kaufprämie über 4.000 Euro und die Steuerbefreiung die wichtigsten Anreize ein Elektroauto zu kaufen.

Elektroauto – Hersteller und Automodelle

Zu den wichtigsten Elektroautoherstellern zählen nicht nur die alt bekannten Autohersteller. Seit einigen Jahren mischen neue Startup-Unternehmen im Elektrofahrzeugmarkt mit.

Nissan
Mit dem Nissan Leaf hat der japanische Autohersteller 2010 ein Erfolgsmodell auf den Markt gebracht. Es gilt als das meistverkaufte Elektroauto der Welt.

Renault
Renault hat mit seinem Elektroautomodell Renault Zoe das meistverkaufte E-Auto in Europa, Deutschland und Frankreich auf den Markt gebracht. Als Kompaktwagen spricht der Renault Zoe eine breitere Zielgruppe an.

BMW
Der deutsche Automobilhersteller hat mit der Kombilimousine BMW i3 ebenfalls ein Erfolgsmodell auf den Markt gebracht. Das Fahrzeug zählt zu den weltweit meistverkauften Elektroautos.

Tesla
Das erste Unternehmen, das eine ernsthafte Konkurrenz für die konventionellen Autobauer darstellte und den Markt entscheidend prägte, war das Unternehmen Tesla. Das 2003 in den USA gegründete Unternehmen hatte laut eigener Aussage von Anfang an das Ziel zu beweisen, “dass Elektrofahrzeuge herkömmlichen Kraftfahrzeugen überlegen sind”. Mit der Gründung des Unternehmens sollte auch der Übergang zur nachhaltigen Energiegewinnung beschleunigt werden.

e.GO Mobile
Noch relativ unbekannt ist das Aachener Startup-Unternehmen e.GO Mobile. Mit dem Modell e.GO Life will das Unternehmen ab 2018 einen preisgünstigen Elektro-Kleinwagen auf den Markt bringen, der abzüglich der staatlichen Förderung für Elektroautos nur knapp 12.000 Euro kosten soll. e.GO Life ist mit einer Reichweite von 140 km und Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h allerdings nur als Stadtauto konzipiert. Anvisierte Käufergruppen sind vor allem Lieferdienste und andere Unternehmen, die in Städten viel unterwegs sind.

Elektroauto – Preise

Vor wenigen Jahren gab es hauptsächlich Elektroautos der gehobenen Mittelklasse und als Luxusfahrzeuge. Mittlerweile gibt es immer mehr Klein- und Mittelklassewagen, die nicht nur preiswert sind, sondern auch höhere Reichweiten vorzeigen können. In den nächsten Jahren werden die Elektroauto Preise voraussichtlich durch die Massenproduktion von neuen Kompakt- und Mittelklassewagen weiter sinken. Die Elektroauto Preise rangieren somit vom günstigen Kleinwagen bis hin zur noblen Luxuslimousine.

Elektroauto – Preisliste (Stand 2017)

Folgende Elektroautos sind ab 2017 und 2018 erhältlich. Bei einigen Modellen ist die Batterie nicht im Kaufpreis inklusive, da diese gemietet oder optional gegen Aufpreis erworben wird.

  • e.GO Life: 15.900 Euro
  • Renault Zoe: ab 22.100 Euro
  • Tesla Model S: ab ca. 71.350 Euro
  • Tesla Model X: ab 96.750 Euro
  • Tesla Model 3: ab 35.000 US-Dollar (deutsche Preise werden 2017 bekannt gegeben)
  • BMW i3: ab 34.950 Euro
  • VW e-Golf: ab 35.900 Euro
  • VW e-Up: ab 26.900 Euro
  • Nissan Leaf: ab 23.365 Euro
  • Ope Ampera-e: ab ca. 40.000 Euro
  • Hyundai Ioniq Elektro: ab 33.300 Euro
  • Mercedes B-Klasse ed: ab 39.151 Euro
  • Smart Fortwo Electric Drive: ab 21.940 Euro
  • Kia Soul EV: ab 30.790 Euro
  • Mitsubishi Electric Vehicle: ab 23.790 Euro

Elektroauto – Betriebs- und Wartungskosten

Die Betriebskosten und Wartungskosten eines Elektroautos sind weitaus günstiger als die von Benzinern und Dieselfahrzeugen.

Ein Verbrennungsmotor und die damit verbundenen Fahrzeugteile sind wesentlich anfälliger für Schäden und Verschleiß. Ein Elektroauto ist einfacher aufgebaut und hat weniger Komponenten. Zum Beispiel benötigt ein Elektroauto kein Getriebe und keinen Vergaser. Die Instandhaltungskosten für Reparaturen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden mit der Zeit immer teurer. Bei E-Autos ist dies nicht der Fall.

Nach einiger Zeit sollte die Elektroautobatterie allerdings ausgetauscht werden. Die Elektroauto Batterie ist derzeit die kostenintensivste Komponente. Experten erwarten aber auch hier eine Preissenkung in den kommenden Jahren. Gleichzeitig sollen Zweitverwertungskonzepte die Kosten einer Elektroauto Batterie zusätzlich senken. So könnte eine ausgediente Elektroautobatterie noch viele weitere Jahre als Speicher für Heimkraftwerke oder heimische Solaranlagen genutzt werden.

Strom ist günstiger als Sprit

Strom für die Elektroauto Batterie ist derzeit günstiger als fossile Kraftstoffe. Aufgrund der stetig steigenden Ölpreise wird dieser Preisvorteil in Zukunft wahrscheinlich noch wichtiger werden und den mit Strom betriebenen Fahrzeugen einen weiteren Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Elektroauto – Versicherung

Eine Elektroauto Versicherung ist auch für E-Autofahrer Pflicht. Fast alle namhaften Versicherungsunternehmen bieten mittlerweile Tarife zur Haftpflicht- und Kaskoversicherung für Elektroautos an.

Kosten einer Elektroauto Versicherung

Wie bei anderen Kfz-Versicherungen werden auch bei Versicherungen für Elektroautos die Typ- und Regionalklassen zur Berechnung der Tarife herangezogen. Während sich die Preise für eine Elektroauto Versicherung als Haftschutz nicht von herkömmlichen Kfz-Haftpflichttarifen unterscheiden, geben einige Versicherer einen Sondertarif bzw. Rabatte für Elektroauto Versicherungen im Bereich der Kaskoversicherung an.

Haftpflichtversicherung für Elektroautos

Eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland unabhängig von der Antriebsart des Fahrzeuges gesetzlich vorgeschrieben. Eine Haftpflichtversicherung für Elektroautos und andere Kfz deckt Schäden von Dritten, die durch den Betrieb eines Fahrzeuges entstehen können, darunter Personenschäden (wie z.B. Schmerzensgeld, Renten, Behandlungskosten etc.), Sachschäden (wie z.B. Reparaturen) und Vermögensschäden. Darüber hinaus können sich Fahrzeughalter für eine Teil- oder Vollkaskoversicherung entscheiden, die bestimmte Schäden am eigenen Fahrzeug decken.

Kaskoversicherung für Elektroautos

Die Kaskoversicherung ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfehlenswert. Eine Kaskoversicherung für Elektroautos deckt Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstehen und gegebenenfalls dessen Verlust. Während die Teilkaskoversicherung nur einen Teil der möglichen Schäden am eigenen Fahrzeug beinhaltet, bietet die Vollkaskoversicherung einen umfassenderen Schutz.

Was beim Abschluss einer Elektroauto Versicherung zu beachten ist

E-Autohalter sollten vor Abschluss einer Elektroauto Versicherung verschiedene Angebote einholen und vergleichen. Eine Elektroauto Versicherung sollte auf die speziellen Ansprüche eines E-Autos ausgerichtet sein. Einige Elektroauto Versicherungen bieten beispielsweise einen einfachen Diebstahlschutz des Ladekabels an. Da der Akku beim Elektroauto die teuerste Komponente ist, sollte auch für diese ein Versicherungsschutz geprüft werden. So können zum Beispiel Schäden am Akku abgedeckt werden, die durch Kurzschlüsse oder Überspannungen beim Laden an einer fremden Ladesäule verursacht werden können.

Wer dagegen die E-Auto Batterie beim Hersteller mietet statt kauft, erwirbt damit in der Regel gleichzeitig einen Versicherungsschutz für die Batterie.

Im Schadensfall: Vorsicht beim Abschleppen

Muss ein E-Auto aufgrund eines Schadens oder einer leeren Elektroauto Batterie abgeschleppt werden, darf die Antriebsachse keinen Kontakt zum Boden haben. Wird ein E-Auto über die Antriebsachse abgeschleppt, kann dies schwere Schäden an der Batterie und der Fahrzeugelektronik verursachen. Auf Nummer Sicher gehen E-Autohalter, wenn sie ihr liegengebliebenes Fahrzeug mit einem Anhänger zur nächsten Werkstatt transportieren.

Elektroauto – Kfz-Steuer

Ein wichtiger Anreiz für E-Autohalter sind die staatlichen Förderungen, darunter die Befreiung der Kfz-Steuer für Elektroautos. Die Elektroauto Steuerfreiheit gilt rückwirkend ab dem 1 Januar 2016 über einen Zeitraum von 10 Jahren. Begünstigt sind alle Elektroautos mit einer Zulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020. Die Befreiung der Elektroauto Steuer gilt auch für Fahrzeuge, die in diesem Zeitraum umgerüstet werden bzw. wurden.

Eine weitere Entlastung im Bereich Elektroauto Steuer hat die Bundesregierung für Arbeitnehmer beschlossen. Stellt ein Unternehmen betriebseigene Ladestationen zum kostenlosen Aufladen zur Verfügung, können Arbeitnehmer diesen geldwerten Vorteil steuerfrei nutzen. Dies gilt für privat und dienstlich genutzte Elektroautos, Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und zulassungspflichtige S-Pedelecs.

Ebenso steuerfrei ist die Kaufprämie für Elektroautos über 4.000 Euro.

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