Elektroautos richtig laden

Die Zahl der Elektroauto-Besitzer steigt von Jahr zu Jahr. Dank der großen medialen Aufmerksamkeit für E-Autos, wissen viele potentielle Käufer mittlerweile ganz genau worauf Sie achten müssen. Bei der Wahl einer Ladestation für Ihr neu erworbenes Elektroauto sieht das allerdings anders aus. Vielen fehlt das nötige Know-How. Einfach an die Haushaltssteckdose stecken, oder doch eine Ladestation kaufen? Wir erklären Ihnen, was Sie beim Laden Ihres Elektroautos unbedingt beachten sollten!
Ladestation

Ladestation oder Steckdose – Zuhause richtig laden!

Bevor wir ins Detail gehen, möchten wir Ihnen eine der am häufigsten gestellten Fragen gleich zu Beginn beantworten: Ja, es ist in der Theorie möglich, sein Elektroauto einfach an der Haussteckdose aufzuladen! Ist es allerdings auch effizient und sicher? Nein! Grund dafür ist einerseits, dass die Ladezeit an der Haussteckdose im Schnitt bei 8 – 15 Stunden liegt und andererseits, dass viele herkömmliche Haushaltssteckdosen nicht für eine Dauerbelastung wie diese ausgelegt sind. So kann es beispielsweise zu Kurzschlüssen kommen. Kurzum: Wir raten vom Laden an der Haushaltssteckdose ab und empfehlen Ihnen den Griff zur wesentlich komfortableren Variante: einer eigenen Ladestation.

Das müssen Sie bei der Elektroauto-Ladestation beachten!

Vor dem Kauf einer Ladestation sollten Sie Antworten auf folgende Fragen haben:

1. Hat die gewünschte Ladestation den richtigen Stecker?
Achtung: E-Autos aus den USA oder Fernost haben nicht selten einen Typ1 Stecker. So z.B. der Nissan Leaf oder der Mitsubishi Outlander. In Europa ist jedoch der Typ2 Stecker Standard und weit verbreitet. Achten Sie also beim Kauf der Ladestation unbedingt darauf, dass Stecker und Steckdose miteinander kompatibel sind.

2. Wie hoch ist die Leistung der Ladestation?
Wie schnell Ihr E-Auto auflädt, hängt nicht nur von der Ladestation und dem Kabel ab, sondern auch maßgeblich vom verbauten Ladegerät im Elektroauto. Die Leistung variiert hier je nach E-Auto zwischen 3,7kW und 22kW. Hat das Ladegerät in Ihrem Elektroauto also beispielsweise eine Leistung von 12kW, dann benötigen Sie auch keine Ladestation mit höherer Leistung, da immer der niedrigste Wert die tatsächliche Ladeleistung bestimmt. Somit sollte die Ladeleistung Ihrer Ladestation und Ihres Kabels immer mindestens so hoch sein, wie die Leistung Ihres Ladegeräts im E-Auto. Nur so „tanken“ Sie effizient!

3. Ist der Hersteller vertrauenswürdig?
Es gibt viele Hersteller für Ladestationen, doch nicht alle haben die gleiche Qualität. Um sicherzugehen, dass die gewünschte Ladestation auch von einem Qualitätshersteller stammt, sollten Sie stets darauf achten, dass die Marke der Ladestation beim Hersteller Ihres Elektroautos geprüft und gelistet ist. Zu den bekanntesten Herstellern mit Topqualität zählen unter anderen: KEBA, ALFEN, WEBASTO und ABL.

4. Was kostet die Ladestation?

Eine Ladestation kostet in der Regel zwischen 500€ und 1.000€. Doch nicht nur die Ladestation muss bezahlt werden, auch die fachgerechte Installation kann hohe Kosten mit sich bringen. Wie teuer diese wird, hängt an Faktoren wie: Ist der Parkplatz weit vom Sicherheitskasten entfernt? Müssen neue Kabel verlegt werden? Werden Wände durchbrochen oder der Garten aufgegraben? Kann die Ladestation an die Wand montiert werden (Wallbox) oder wird ein Standfuß benötigt? Die Liste kann im schlechtesten Fall noch um einige Punkte länger werden. Informieren Sie sich also rechtzeitig, ob Ihr Zuhause für das Laden von Elektroautos gut geeignet ist, sonst wird die Installation der Ladestation um ein Vielfaches teurer als die Station selbst.

5. Wie wird die Ladestation installiert?
Egal ob Sie Ihr Elektroauto über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose, über eine Wallbox oder über eine Ladestation mit Standfuß aufladen: Die Installation sollte von einem qualifizierten Elektroinstallateur durchgeführt werden. Auch wenn beim Laden an einer Haushaltssteckdose keine Installation notwendig ist, sollte ein Elektroinstallateur prüfen, ob die Steckdose der Dauerlast standhält und sicher ist. Besonders bei älteren Häusern, kann es sonst zu Kurzschlüssen oder anderen Sicherheitsrisiken kommen.

Quelle: The Mobility House

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